Von Perfektionismus, Momentaufnahmen und Streckbänken

Gehörst Du zu denen, die den Erstentwurf für ein Buch schreiben und den dann gleich raushauen? Dann beneide ich Dich jetzt mal eine Runde für Deine Unbekümmertheit. Und hoffe gleichzeitig, dass Du in der Minderheit bist, denn:

The first draft of anything is crap. Hat schon Hemingway gesagt. Und er hatte recht.

Der Erstentwurf ist immer, immer, immer suboptimal. Wenn man ihn mal eine Weile liegen lässt, dann erkennt man das in der Regel auch. Ich habe seinerzeit den Fehler gemacht, meinen Erstentwurf gleich schon mal ein paar Testlesern in die Hand zu geben, die ihn mir glücklicherweise schonungslos auseinandergepflückt haben. Nach ein paar Wochen las ich mir die Erstversion erneut durch und schämte mich. Wer hatte diesen Müll geschrieben? Ich etwa?

Also überarbeiten. Wieder liegen lassen. Wieder doof finden. Wieder überarbeiten. Ab hier nach Belieben wiederholen.

Moment mal, nach Belieben?

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Datensicherung für Anfänger …

… oder: Wie ich einmal beinahe zur Heldin in meiner eigenen Geschichte geworden wäre.

NaNoWriMo, der: National Novel Writing Month, im Volksmund auch November. Bringt Leute auf der ganzen Welt zusammen, die aus irgendeinem Grund in den 30 Tagen des Novembers 50000 Wörter bzw den Erstentwurf eines kompletten Romans schreiben wollen. Es ist knackig, aber mit guter Planung sehr gut zu schaffen.

Zur guten Planung gehört natürlich auch, dass man seine Daten regelmäßig sichert. Das kam sogar als Tipp in den NaNo-Maills, die ich irgendwann nur noch gelöscht habe, da ich vor lauter Mails nicht mehr zum Schreiben gekommen bin.

Ja, natürlich weiß ich, dass man das machen soll. Aber jeden Tag? Hab ich Zeit? Hab ich nicht auch noch was anderes zu tun? Außerdem bin ich Godmother nicht nur of Überarbeitung, sondern auch of procrastination. Kann doch meine Datensicherung auch noch morgen machen.

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Aus den Tiefen des NaNoWriMo

Bergfest beim NaNoWriMo!

Okay, für mich nicht, mein Stand ist derzeit 45000 (und der Tag ist noch nicht rum!), ich denke, ich werde wohl morgen oder übermorgen über die Ziellinie schießen (und weiterschreiben, bis die Erstfassung fertig ist).

Warum lief das dieses Jahr so erstaunlich gut? Ich hab mich das natürlich auch gefragt und für mich ein paar Erkenntnisse gewonnen, die mich teilweise selbst überrascht haben und die ich Euch deshalb nicht vorenthalten wollte. Vielleicht ist ja für Euch was Nützliches dabei.

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Der kreative Prozess

Heute aus mehreren gegebenen Anlässen statt eines Schreibtipps einen Ermutigungstipp, passend zum NaNoWriMo.

Man fängt ja oft voller Elan an, aber dann wird es schwierig. Es hakt, man findet alles doof und man denkt, man kann nix. Aber an diesem Punkt darf man nicht stehen bleiben. Erfolg beim Schreiben und überhaupt bei jedweder kreativer Tätigkeit bemisst sich vor allem daran, wie gut man durchhält. Und mal ehrlich: Voller Herzblut ans Schreiben rangehen und dann die Flinte ins Korn werfen wird der Sache doch irgendwie nicht gerecht, oder?
Krisen sind normal, Punkte, wo man alles in die Ecke schmeißen will, auch. Mach trotzdem weiter. Irgendwann ist auch dieser Berg bewältigt. Ich weiß ganz genau, wovon ich da spreche, und wenn ich es geschafft habe, schaffst Du das auch!

Wie man einen Buchtitel sucht

Eine der besten und beglückendsten Sachen auf dem Weg zum Buch war die Zusammenarbeit mit meiner Titelsuchgruppe auf Facebook.

Mit dem Titel ist das ja so eine Sache. Das ist ähnlich wie mit dem Klappentext: Da muss alles passen. Der Titel ist – neben dem Cover – das erste, was die Leute sehen. Das heißt: Der muss sitzen! Der muss zum Buch passen und zum Genre, er muss Aufmerksamkeit erzeugen und, nicht zu unterschätzen, er darf nicht schon von jemand anderem verwendet worden sein.

Ich bin mit meinen eigenen Versuchen grandios gescheitert. Man ist selbst auch zu nah dran, und wenn man noch gar keine Erfahrung mit diesen Dingen hat, greift man zwangsläufig daneben. Ich (natürlich) auch.

Als ich mit dem Problem dann nach draußen gegangen bin, kamen direkt mehrere Hilfsangebote. Da kam mir dann die Idee, diese Angebote zu bündeln und das ganze in einer Gruppe von passender Größe zu diskutieren.

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Natalies beste Schreibtipps

Pünktlich zur Buchmesse die zwölf besten Tipps von Frau Minnburg, wenn Du ein Buch schreiben willst:

1. Fang an und schreib.

2. Schreib weiter.

3. Ich hab gesagt, schreib weiter!

4. Nicht nachlassen! Schreiben!

5. Nein, jetzt noch nicht überarbeiten, erst die Erstversion fertig schreiben. Wenn es Schrott ist, is ejaal. The first draft of anything is crap, das hat schon Hemingway gesagt. Und aus einer schrottigen Erstversion kann man leichter was Schönes machen als aus keiner Erstversion. Natalies beste Schreibtipps weiterlesen

Der eine ultimative, absolut universalgültige Schreibtipp

 

Wenn Du schreiben willst, gibt es nur eins: Schreib!

Rede nicht drüber, hadere nicht damit, schreib.

Natürlich sind nicht alle Erstentwürfe gut. Nein, streicht das. So gut wie jeder Erstentwurf ist SCHLECHT. Aber einen schlechten Text kann man überarbeiten. Wenn man keinen Text hat, kann man nichts überarbeiten. Daher: Schreib!

(Foto: pixabay)